HERZLICH WILLKOMMEN - - - - - - AUF MEINEM HÜGEL

Freund(e) zu Besuch

und nun? erzähl ich etwas über...Blumenbeete
alles wie immer: "keine Besserung... - ...keine Verschlimmerung - ... keine Veränderung"
desweiteren geht´s hier zum Erdreich!

von mir für euch:
Impressionen
was danach geschah
grandes carreaux oder: mit der hand geschrieben
Hilbi-Gedichte

von andern:

Das Gespräch der Tassenschwenker

klar sehen sie rüber
sechs augen
nur nie
zur gleichen zeit
reden sie
dinge
die sie abheben
hier unten

carolina möchte ein rennen fahren

am telefon
eine unsichtbare
genauso
tragen sie ihre freiheit
mit einer hand
schwenken sie
ihre trüben
gläser
sinken sonnengleich
und lächeln
entschuldigend
25.7.09 23:25


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volkssolidarität

ein großer fluss

dort treffen sich drei

gehen wieder auseinander

geschäfte

abgeschlossen hinter den türen

man kann ein donnerndes rauschen sehen

wenn man die augen anspitzt

etwas riecht

aber es interessiert keinen

ein mann geht spazieren

er trägt seinen stock in der rechten hand

die linke

hebt den hut zum gruße

weil sie es immer getan hat

uns kann das keiner nehmen

leute reden wirres zeug

auch sie können nicht anders

in der stille eines weihnachtsliedes

fallen gedanken zu boden

fallen werden gestellt

jemand tritt hinein

doch er ist ganz woanders
25.12.07 17:43


hochh(in)aus

langsam reckt sie
ihren kopf gegen die wolken
kein suchen nötig
von allein wird der tropfen auch
bei ihr ankommen
sätze die aus
dem unbekannten fallen
lassen heute keine zweifler zu
wie wellen die man nur
bei regen erahnt streut das glück
ihr leben auf den kopf
so reckt sich neben
dem haupte ein fühler empor
steigt ihr aufs dach
ein liedchen könnte sie
pfeifen doch wer
sollte es hören hier oben
weit weg von dem
was die leute das
draußen
nennen





und nun her
mit dem Schlüssel,
Herr Turmsegler... ab in den Schrank mit ihm! (Der Schrank allerdings ist kein gewöhnlicher, und könnte schon weit unter der Erde verschwunden sein.)
21.3.07 15:12


aus gegebenem Anlass

»Einem Menschen, der nie im Krieg gewesen ist, kann man den Krieg nicht erzählen.«

Arkadi Babtschenko versucht es auch nicht. Er schreibt ihn sich von der Seele.
26.2.07 18:27


los

eine seite zu füllen als sei man nicht wach
zeilen einfangen mit dem schmetterlingsnetz
die worte so seidig - sie nicht zu fassen wäre alltäglich
schau in den spiegel
es wird frühling
wage einen schritt
atme ihn aus deinen wunsch
zwischen manchen fingerspitzen möchten
sich meine gedanken einen platz suchen der sie für wahr hält
er soll die leere mit etwas überziehen
das sich nicht verstecken muss
dem blau dieser stunde zum beispiel
weil es nicht mehr dasselbe ist
in das ich hinausgerufen habe
was kostet die welt
einen atemzug nur
einen tritt in die luft
wie schnee schmilzt der tag vor meinen augen
nimmt mich nicht mit
17.2.07 18:31


groß

ich war acht
als eines morgens meine freundin
auf einem bein über den schulhof
hüpfte mit dem anderen
machte sie wilde stampfbewegungen
ich konnte ihren
worten folgen aber
verstehen
konnte ich sie nicht
wenn mit acht jahren ein mädchen
dem noch verschlafenen
schulhof
laut und energisch
hussein soll ster - ben!
hussein soll ster - ben!

entgegenschleudert
weil sie darüber erbost ist
dass man ihr
das karnevalsfest im
begriff ist zu
nehmen
nennen es
die erwachsenen

krieg

im alter von zehn jahren
flimmern durch ein wohnzimmer
bilder von frierenden
frauen und kindern
denen man kerzen bringt
in städte mit verständnislosen namen
auch hier brennen kerzen
am baum
und dort ist

krieg

bilder von menschen
die namen ihrer orte
bilder von grenzen
die vorher nicht waren
man lernt neue hauptstädte
in der schule
aber nichts über die
bomben oder
das schlafen in einer
bahnhofshalle

wie kann ich
groß sein wenn
ich vom

krieg

nichts
weiß
2.2.07 11:27


in keiner anderen reihenfolge

Sag mir ein Wort, und ich stampfe dir
aus dem Zement eine Blume heraus,
denn ich bin mächtig geworden vor Schwäche
und vom sinnlosen Warten

(Christine Lavant,

in Gänze hier nachzulesen)



wieviele namen haben wir
für unser denken gehalten
näckisch ihm weitere
hinterhergeworfen
wenn erst die mauern bewachsen
ähnlich unseren nachtwachen augen
stürzen wie bäche
silbersegel von klangloser
schönheit
mir fällt ein wort
auf die lippen
versagt sich
im
gestein


zieh nicht an
diesem grashalm
er wird auch heute nicht kommen
und wir müssen einen platz finden
in den wir unsere sorglosigkeit betten
29.1.07 20:38


erstmal

Man hat mir ein Notizbuch geschenkt.
Die Leute machen sowas.
Ein Blitz sieht dich an, fraglos,
und du gehst einen Schritt weiter
in die Leere hinein.
Wieviele Gedanken eine Bahnhofshalle fassen kann.
Der Himmel ist heute grau doch ich bin
überall.
Manchmal schaut mich ein einziges Fenster
so an, als könnte es auf der Welt alles geben.
Vielleicht schließe ich
meine Augen aus dieser Leere aus.
Aber wer weiß das schon so genau.
19.1.07 13:16


"Meine erste Zugfahrt"

schon waren wir verschwunden

ganz ohne den blick
man muss sich nicht wenden
wir sitzen nicht einmal
und dennoch
so schnell wie kein leben
tritt vor den spiegel
kein fragen
manchmal aber
fühlt es sich dort
genauso an

komm

verschwinden wir tränend
im trocknen
7.1.07 14:57


die einsamen gespräche

oder anders titellos


wir suchen unter den brücken
nach anderen orten
was wir finden
nebensächlichkeiten
niemand ist da

in der stunde
da sich eine wandlung vollzog die
nicht zu ahnen war
tröstete sich
ein jeder allein

das zurückblicken fällt aussichtsloser
aus als das weitergehen
hätte man einen -- blick -- aber geworfen als noch
zeit dafür war
wir hätten einander nicht verloren in der weite
einer nacht die mehr für uns bereithielt
als ein paar wünsche zwischen den zeilen

lach über mich oder leide mit mir
ich kann dir die entscheidung nicht abnehmen
wenn mein leben beginnt vergesse ich dich
oder vergesse dich nicht

nichts kribbelt mehr
als deine worte auf meinen nackten
augen die dich suchten
wie hände deren erfüllung ihnen
genommen wurde noch bevor
sie jemals
gespürt haben
was vergessen eigentlich ist
28.8.06 17:45


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