Freund(e) zu Besuch
und nun? erzähl ich etwas über...Blumenbeete alles wie immer: "keine Besserung... - ...keine Verschlimmerung - ... keine Veränderung" desweiteren geht´s hier zum Erdreich!
von mir für euch:
Impressionen
was danach geschah
grandes carreaux oder: mit der hand geschrieben
Hilbi-Gedichte
von andern:
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Das Gespräch der Tassenschwenker
klar sehen sie rüber sechs augen nur nie zur gleichen zeit reden sie dinge die sie abheben hier unten carolina möchte ein rennen fahren am telefon eine unsichtbare genauso tragen sie ihre freiheit mit einer hand schwenken sie ihre trüben gläser sinken sonnengleich und lächeln entschuldigend |
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volkssolidarität
ein großer fluss dort treffen sich drei gehen wieder auseinander geschäfte abgeschlossen hinter den türen man kann ein donnerndes rauschen sehen wenn man die augen anspitzt etwas riecht aber es interessiert keinen ein mann geht spazieren er trägt seinen stock in der rechten hand die linke hebt den hut zum gruße weil sie es immer getan hat uns kann das keiner nehmen leute reden wirres zeug auch sie können nicht anders in der stille eines weihnachtsliedes fallen gedanken zu boden fallen werden gestellt jemand tritt hinein doch er ist ganz woanders |
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hochh(in)aus
langsam reckt sie ihren kopf gegen die wolken kein suchen nötig von allein wird der tropfen auch bei ihr ankommen sätze die aus dem unbekannten fallen lassen heute keine zweifler zu wie wellen die man nur bei regen erahnt streut das glück ihr leben auf den kopf so reckt sich neben dem haupte ein fühler empor steigt ihr aufs dach ein liedchen könnte sie pfeifen doch wer sollte es hören hier oben weit weg von dem was die leute das draußen nennen und nun her mit dem Schlüssel, Herr Turmsegler... ab in den Schrank mit ihm! (Der Schrank allerdings ist kein gewöhnlicher, und könnte schon weit unter der Erde verschwunden sein.) |
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aus gegebenem Anlass
»Einem Menschen, der nie im Krieg gewesen ist, kann man den Krieg nicht erzählen.« Arkadi Babtschenko versucht es auch nicht. Er schreibt ihn sich von der Seele. |
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los
eine seite zu füllen als sei man nicht wach zeilen einfangen mit dem schmetterlingsnetz die worte so seidig - sie nicht zu fassen wäre alltäglich schau in den spiegel es wird frühling wage einen schritt atme ihn aus deinen wunsch zwischen manchen fingerspitzen möchten sich meine gedanken einen platz suchen der sie für wahr hält er soll die leere mit etwas überziehen das sich nicht verstecken muss dem blau dieser stunde zum beispiel weil es nicht mehr dasselbe ist in das ich hinausgerufen habe was kostet die welt einen atemzug nur einen tritt in die luft wie schnee schmilzt der tag vor meinen augen nimmt mich nicht mit |
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groß
ich war acht als eines morgens meine freundin auf einem bein über den schulhof hüpfte mit dem anderen machte sie wilde stampfbewegungen ich konnte ihren worten folgen aber verstehen konnte ich sie nicht wenn mit acht jahren ein mädchen dem noch verschlafenen schulhof laut und energisch hussein soll ster - ben! hussein soll ster - ben! entgegenschleudert weil sie darüber erbost ist dass man ihr das karnevalsfest im begriff ist zu nehmen nennen es die erwachsenen krieg im alter von zehn jahren flimmern durch ein wohnzimmer bilder von frierenden frauen und kindern denen man kerzen bringt in städte mit verständnislosen namen auch hier brennen kerzen am baum und dort ist krieg bilder von menschen die namen ihrer orte bilder von grenzen die vorher nicht waren man lernt neue hauptstädte in der schule aber nichts über die bomben oder das schlafen in einer bahnhofshalle wie kann ich groß sein wenn ich vom krieg nichts weiß |
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in keiner anderen reihenfolge
Sag mir ein Wort, und ich stampfe dir aus dem Zement eine Blume heraus, denn ich bin mächtig geworden vor Schwäche und vom sinnlosen Warten (Christine Lavant, in Gänze hier nachzulesen) wieviele namen haben wir für unser denken gehalten näckisch ihm weitere hinterhergeworfen wenn erst die mauern bewachsen ähnlich unseren nachtwachen augen stürzen wie bäche silbersegel von klangloser schönheit mir fällt ein wort auf die lippen versagt sich im gestein zieh nicht an diesem grashalm er wird auch heute nicht kommen und wir müssen einen platz finden in den wir unsere sorglosigkeit betten |
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erstmal
Man hat mir ein Notizbuch geschenkt. Die Leute machen sowas. Ein Blitz sieht dich an, fraglos, und du gehst einen Schritt weiter in die Leere hinein. Wieviele Gedanken eine Bahnhofshalle fassen kann. Der Himmel ist heute grau doch ich bin überall. Manchmal schaut mich ein einziges Fenster so an, als könnte es auf der Welt alles geben. Vielleicht schließe ich meine Augen aus dieser Leere aus. Aber wer weiß das schon so genau. |
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"Meine erste Zugfahrt"
schon waren wir verschwunden ganz ohne den blick man muss sich nicht wenden wir sitzen nicht einmal und dennoch so schnell wie kein leben tritt vor den spiegel kein fragen manchmal aber fühlt es sich dort genauso an komm verschwinden wir tränend im trocknen |
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die einsamen gespräche
oder anders titellos wir suchen unter den brücken nach anderen orten was wir finden nebensächlichkeiten niemand ist da in der stunde da sich eine wandlung vollzog die nicht zu ahnen war tröstete sich ein jeder allein das zurückblicken fällt aussichtsloser aus als das weitergehen hätte man einen -- blick -- aber geworfen als noch zeit dafür war wir hätten einander nicht verloren in der weite einer nacht die mehr für uns bereithielt als ein paar wünsche zwischen den zeilen lach über mich oder leide mit mir ich kann dir die entscheidung nicht abnehmen wenn mein leben beginnt vergesse ich dich oder vergesse dich nicht nichts kribbelt mehr als deine worte auf meinen nackten augen die dich suchten wie hände deren erfüllung ihnen genommen wurde noch bevor sie jemals gespürt haben was vergessen eigentlich ist |
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